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21.01.2010

Chronik 1946 - 2004



In den Anfangsjahren des Junggesellenvereins wurden leider keine Aufzeichnungen für eine mögliche Chronik gemacht, so dass die vorhandenen Unterlagen lückenhaft sind und nachträglich durch mündliche Überlieferungen ergänzt wurden.

 

Der Junggesellenverein Libur bestand schon vor dem zweiten Gründungsjahr 1946. Da aus dieser Zeit jedoch keinerlei Aufzeichnungen existieren, beruft sich der heutige Junggesellenverein Libur auf das zweite Gründungsjahr 1946.

 

Nach den Schrecken des Zweiten Weltkrieges kamen die jungen Liburer Männer nach und nach von verschiedenen Kriegsschauplätzen, bzw. aus der Gefangenschaft zurück in ihre Heimat. Es bestand immenser Nachholbedarf im Puncto Ausgelassenheit nach den Grausamkeiten des Krieges, so dass dies als Anlass genommen und der Junggesellenverein Libur erneut ausgerufen wurde.

 

Als engagierter Antreiber erwies sich Willy Puff, der mit Hans Nolden, Heinrich und Paul Bleffert das Zepter in die Hand nahm. Als erster Präsident des Vereins wurde Hans Nolden gewählt. Wichtiger Bestandteil eines jeden Junggesellenvereins ist eine Vereinsfahne. Für diese sehr kostspielige Anschaffung wurde viel Geld von dem Junggesellenverein aufgebracht. Die Dorfgemeinschaft unterstütze mit vielen Spenden das Projekt Vereinsfahne.

 

1946 konnte genug Geld aufgebracht werden, um die Fahne bei der Bonner Fahnenfabrik in Auftrag zu geben. Nach Fertigstellung der Fahne wurde diese im gebührenden Rahmen in Libur eingeweiht.

 

1948 wurde zum Maienfest unmöglich gedachtes vollbracht. Willy Puff hatte sich zum Ziel gesetzt, Libur in Deutschland bekannt zu machen. Für dieses Vorhaben erntete er zunächst viel Spott und Hohn, da niemand so recht an den Erfolg des Unternehmens glauben wollte. Willy Puff wandte sich an Werner Labriga, dem damaligen Reporter des Nordwestdeutschen Rundfunks und brachte ihm sein Anliegen nahe. Woran zunächst keiner glaubte wurde nun Realität.

 

Die Deutsche Wochenschau zeigte in ihrer Reihe "Streiflichter durch Deutschland" in einem kleinen, aber beachtlichen Beitrag Aufnahmen vom Liburer Maienfest vom 1.5.1948. Zu sehen war der Beitrag deutschlandweit in den wöchentlichen Nachrichten "Welt im Film" im Kino. So sah an dem Tag der Vorführung fasst die gesamte Liburer Bevölkerung diesen Beitrag  im Wahner Kino. Libur wirkte zu diesem Zeitpunkt wie ausgestorben. Ein jeder, der nicht durch dringendere Angelegenheiten verhindert war, fand sich im Wahner Kino ein, um diese Sensation miterleben zu können.

 

Als Nachfolger von Hans Nolden wurde später Willy Puff als Präsident gewählt.

 

Der Verein löste sich Mitte der fünfziger Jahre wieder auf, es fehlte an interessiertem Junggesellennachwuchs.  Der Kassenbestand wurde in eine Vereinstour an die Mosel investiert.

 

1948

 

Am Sonntag, den ... (Lücke) 1948 feierte der Junggesellen Verein sein... (Lücke) Stiftungsfest. Bei dieser Gelegenheit gedachte der Verein unter der Führung seines eifrigen Präsidenten Willi Puff unserer im Kriege 39 - 45 gefallenen Soldaten. Unter seiner Anweisung wurde eine Ehrentafel für dieselben entworfen und angefertigt. Mit einem gemeinschaftlichen Kirch­gang wurde das Fest eingeleitet. Alle Mitglieder in schwarzer Hose, weißem Hemd und schwarzer Kravatte (sic!) beteiligten sich daran. Dem Festzug voran schritt die Musikkapelle. Dann folgten 2 Junggesellen, die Ehrentafel tragend. Unter den Klängen des "guten Kameraden" bewegte sich der Zug zur Kirche. Am Hochaltare, zwischen Lorbeeren fand die Tafel Aufstellung. Nun wurde die Tafel durch den Hochwürdigen Herrn Pfarrer Prof. Dr. Karlsbach geweiht und in die Obhut der Kirche übernommen. Das anschließende Hochamt war für unsere Gefallenen und Vermißten. Vier Junggesellen vertraten die Stelle der Meßdiener. Nach Beendigung des Gottesdienstes fand die Ehrentafel ihren passenden ... (hier fehlt anscheinend ein Wort, etwa: Platz) unten in der Kirche als Kriegergedächtnisstätte.

Folgende Gefallene waren durch ihre Namen zum ewigen Gedenken angeführt:

 

1. Nikolaus Steinbüchel       *12.09.18. + 11.06.40.

2. Franz Zimmermann         *14.10.10.  + 11.03.42.

3. Wilhelm Kreitzberg          *25.11.23. + 19.12.42.

4. Franz Zimmermann         *04.03.15.  + 30.11.42.

5. Hans Kalinski                 *15.05.18.  + 19.01.43.

6. Johann Engelbertz          *04.04.04.  + 07.03.44.

7. Peter Höngesberg           *04.10.11.  + 14.10.44.

8. Theo Viersbach             *08.01.23.  + 04.01.45.

9.  Jakob Kempkes               *27.05.20. + 20.01.45.

10. Heinrich Meurer              *02.01.09. + 08.03.45.

11. Wilhelm Noak.                *06.09.18. + 28.03.45.

12. Christian Brühl               *20.12.10.  + 05.04.45.

13. Peter Bröhl                   *04.11.27.  + in poln Gefangensch. 48

(Ursprünglich stand wohl an dieser Stelle das Todesdatum 4.10.45, das von anderer Hand verbessert worden ist.)

 

1950

 

Am Abend des 23. September [1950] versammelte sich die ältere Jugend des Dorfes auf dem Schulhof und sang dem Herrn Lehrer Vith zum Abschied einige schöne Volkslieder und bekundeten damit ihre Dankbarkeit und Verehrung. Nachdem der Fähnrich des Junggesellenvereins, Siegfried Marti, jene Kunst gezeigt hatte, sprach Heinrich Bestgen, einer der ältesten Schüler, einige ergreifende und doch aufmunternde Worte und nannte diese kleine Feierlichkeit das "Alarmzeichen" zu einem großen Abschieds fest, das in Kürze die ganze Dorfgemeinschaft ihm, dem aus dem Dienst scheidenden Lehrer, bereiten werde. Weiterhin bat man ihn, doch im Ort wohnen bleiben zu wollen, damit Herr Lehrer Vith auch ferner mit Rat und Tat helfen könne, zumal nun einmal das Dörfchen ohne ihm gar nicht denkbar sei. Ein fröhlicher Umtrunk endigte die kleine Abschiedsfeier.

 

1960-2004

 

Nachdem sich der Verein aufgelöst hatte, zogen dennoch die jungen Liburer Männer, unter dem Namen des Junggesellenvereins zu Hochzeiten aus, um den alten Brauch zumindest in kleiner Form zu erhalten.

 

Anfang der 80er Jahre versuchte der Fußballfreizeitverein "FC Sturmwirbel Libur" mit anfänglich großem Erfolg die alte Maifest-Tradition wieder aufleben zu lassen. Es wurde nach altem Brauch wieder ein Maikönig und eine Maikönigin gewählt und zu ihren Ehren ein Fest im Saal der Gaststätte Helfer gefeiert.

 

1984 wurden zum Maifest alle noch lebenden Maipaare aus längst vergangen Zeiten eingeladen und der Dorfgemeinschaft vorgestellt.

 

Der damalige Fähnrich Rolf Müller zeigte seine Kunst an der Fahne und präsentierte seinen Nachfolger Achim Clasen. Leider endeten diese Aktivitäten Mitte der 80er Jahre.

 

Pünktlich zum Start ins neue Jahrtausend formierte sich die männliche Dorfjugend neu. Angestachelt von den "Alten" und fasziniert von dem Treiben, erwägten federführend Philipp Schützendorf und Patrick Neumann eine Neugründung des Vereins. Diese wurden durch die überwältigende Resonanz bei Auftritten zu Hochzeiten durch die Dorfgemeinschaft in ihrem Vorhaben bekräftigt. So nahmen die Dinge ihren Lauf.

 

Die junge Dorfjungend präsentierte sich bei:

 

·         Ellen Clasen und Bernd Heckelsberg am 01.05.2004

·         Hannah Krewett  und Markus Krumpen am 04.06.2004

·         Andrea Blaschke und Achim Clasen am 13.05.2005

·         Carola Bulich und Martin Jansen am 25.05.2005

·         Nadine Bulich und Stefan Raderschadt am 26.08.2005

·         Elke Thiesen und Michael Delhaes zusammen mit Annette Thiesen und Achim Haupt am 27.05.2006.

 

Bei den Auftritten wurde der Verein stets kräftig unterstützt, vor allem von Heinz Bleffert, der mit seinem Akkordeon die jungen Männer musikalisch unterstützte. Bis zur Hochzeit von Nadine Bulich schwenkte noch Achim Clasen die Vereinsfahne. Dort fand der Generationenwechsel statt.

 

Bei diesem Auftritt wurde Patrick Neumann als neuer Fähnrich vorgestellt und bot, als Beweis seines erlernten Könnens, erste Fahnenschwenkkünste dar.

 

Wichtiger Bestandteil der Maifeierlichkeiten in Libur war und bleibt die Aufstellung des Dorf-Maibaumes. Es fanden sich immer wieder Gruppierungen, die diese Tradition fortsetzten. Ab dem Jahre 2003 stellte die damalige junge Dorfjungend, der spätere Junggesellenverein, in Eigenregie mit der Unterstützung von Wilfred Engels (Anna Hof) selbstständig den Liburer Dorf-Maibaum. 

 


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